Flohmarkt-Beute

FlohmarktbeuteGuten Abend!

Es heißt ja, sehr weise, immer:

Das nachhaltigste Produkt ist das Produkt, das gar nicht erst hergestellt wird.

Daher heißt natürlich die oberste Devise, erst gar nichts zu kaufen was man nicht braucht. Auch daran muss man sich sicherlich erst einmal seeehr gewöhnen. Braucht man aber doch etwas, oder meint es jedenfalls, so ist es auf jeden Fall das Beste, gebraucht zu kaufen. Und wo macht man das unter anderem? Jawoll. Flohmarkt.

Also wollte ich doch endlich mal den regelmäßig stattfindenden Flohmarkt hier bei uns in der Nähe besuchen.

Wie auf dem Foto zu sehen haben es einige Oberteile, eine Bluse, ein Halstuch und vier Weckgläser in meinen Beutel geschafft. Letztere sehen, wie ich finde, schick aus und sollen in unserer Küche als Vorratsgläser dienen. Dabei habe ich auch von der netten Dame noch – auf meine Frage, warum auf dem einen Deckel „Schleifrand“ stehe, gelernt: „Ja, es gibt zwei Arten – Schleifrand und Rille.“ Und dann, auf Frage nach dem Unterschied außer dass die Deckel verschieden aussehen: „Ich weiß es auch nicht – es gab schon immer Schleifrand und Rille.“ Na, immerhin ehrlich und für meine Zwecke eh egal, ich fand es nur nett, wie sie es mit einem verschmitzten Blick rüberbrachte.

Für die Klamotten habe ich insgesamt (!) 19 Euronen bezahlt, für die Weckgläser zusammen 4,50 Euro.

Auf dem Foto nicht zu sehen, da für die Kinder erworben und schon wild im Hause verstreut: Zwei LÜK-Hefte, drei neonfarbene Buntstifte (das war Neuware, Buntstifte auf dem Flohmarkt wären ja sonst auch eher untypisch) und drei gebrauchte Tennisbälle. Insgesamt 6 Euro.

Versucht es doch auch mal! Vielleicht ist ja bei Euch auch bald mal ein Flohmarkt. Schlendert doch mal lang, kauft vielleicht was Gebrauchtes, auch Klamotten. Wenn Ihr was braucht ;o)

Ich kann von mir sagen, dass ich wirklich (glaubt es oder nicht, ich shoppe nicht gern) mal ein paar neue Shirts brauchte und ich bin echt glücklich, dass ich jetzt welche habe, ohne dass dafür Ressourcen verbraucht wurden und Menschen unter schlimmen Bedingungen gearbeitet haben. Hätte ich das Shirt nicht gekauft, läge es vielleicht noch in einer Kiste und für mich wäre ein neues produziert worden – wie unsinnig! Und gleichzeitig habe ich auch noch absolute Schnäppchen gemacht!

Auch die Gläser – wo findet man bitte so schicke und praktische (und schadstofffreie, völlig unbedenkliche) Gläser zu diesem Preis? Ich stelle mir vor, dass ich sie eines Tages tatsächlich für unverpackt eingekaufte Ware nutzen kann.

Also, auf geht’s zum nächsten Flohmarkt! Oder seid Ihr schon Flohmarktgänger? (Für mich ist das in dieser Form neu, bisher nur für Kindersachen gemacht.) Welche tollen Dinge habt Ihr mal beim Flohmarkt erbeutet, die Euch vielleicht sogar in Eurem nachhaltigen Alltag weitergebracht haben?

Erfolgreiche Grüße

Eure Birte

3 Kommentare zu „Flohmarkt-Beute

  1. Hi, Ihr alle interessierten von einer besseren Umwelt.
    Brauche manchmal ein wenig, bis ich mich in Ruhe hinsetze, um etwas zu lesen. Bin auch sozusagen nicht so firm im Net, bin eben aus dem letzten Jahrhundert 😉 und manchmal habe ich das Gefühl, auch ein wenig anachronistisch. So bin ich eben.

    Aber JETZT bin ich total begeistert, was ich hier alles lesen, erfahren und lernen kann. Mit einigen Dingen bin ich aufgewachsen, oder habe es von meinen Eltern nie anders gekannt. Z. Bsp. so grundsätzlich zu sparen, kein Essen wegzuwerfen, Taschen mitzunehmen zum Einkaufen, oder aus alt mach neu. Seit es die Stoffbeutel gibt, sammle ich sie und habe immer mindestens einen mit. Meine Mutter ( gelernte Schneiderin) hat aus der Not heraus (Mann, Alleinverdiener, alleine Haus gebaut und vier Kinder) viel selbst für uns genäht und dabei aber auch aus alten Sachen etwas neues gemacht, indem sie den Stoff umgedreht hat. Also Innenseite nach außen, phantastisch. Im Nähen bin ich leider nicht so gut, aber habe doch tatsächlich letztens aus Ärmeln eines ausrangierten Shirts zwei Hosen für Puppen gemacht. Aus Socken Handpuppen machen oder sie stopfen, ist gar keine Frage. Auch ausrangierte Jeans werden geflickt und dienen als Arbeitshose. Für solche Flickenhosen muss man mittlerweile viel Geld bezahlen, bzw. Löcher und Risse sind in. 😉
    Außerdem ist mir noch etwas aufgefallen. Hat schon mal jemand eine Plastiktube/Flasche, aus der nichts mehr herauszudrücken war, aufgeschnitten? Ich staune immer wieder, es ist fast nochmal soviel darin und ich muss erst später Nachschub besorgen. D.h. ich habe eine halbe bis ganze Flasche gespart. ( es gibt ja sowieso viel zuviel verschiedene Shampoos, Cremes etc.und dann noch in Kunststoffflaschen ).
    Außerdem hab ich von meinem Mann gehört, er hat früher aus Mehl und Wasser einen Kleber gemacht, mit dem er DRACHEN gebaut hat. Ich habe auch schon selbst gebastelte Sterne mit gekochter Kartoffel an die Fenster geklebt.
    Auf jeden Fall freue ich mich sehr über die Ideen, auf die die jungen Frauen (meistens sind es die Frauen 😉 ) heute kommen und werde mich hier noch weiter einlesen. Ybuh

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  2. Danke für Deinen Kommentar! Ich habe mir auch schon oft gedacht, dass doch die Mittel und Methoden, die man früher hatte, zwar vielleicht aus Sparsamkeitsgründen gemacht wurden, aber gleichzeitig auch viel nachhaltiger sind! Und das heißt doch dann auch, dass die nachhaltigere Methode oft auch die kostensparende ist. Das ist doch super und müsste doch heute auch noch für viele ein gutes Argument sein, wenn schon nicht die Nachhaltigkeit selbst.
    Liebe Grüße!

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