Weg mit Dir, Küchenrolle!

Ein Korb mit Läppchen

Hallo mal wieder, Ihr Lieben!

Ich hoffe es geht Euch gut! Nach einigen turbulenten Wochen im nichtvirtuellen Leben melde ich mich heute mal wieder mit einem ganz tollen, sehr einfach umzusetzenden und wirklich wirksamen Tipp. Eurem heutigen Schritt zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag!

Kennt Ihr noch „Mit einem Wisch ist alles weg“? Kunstvoll hat die Werbung uns diesen Spruch seit Jahrzehnten ins Hirn gedreht. Ja, da werden rohe Eier und sonstige Matsche einfach weggewischt und das Tuch darf gleich mit in den Müll. Die Küchenrolle, das Küchenpapier – was für eine tolle, tolle, TOLLE Erfindung!

Öhm… oder vielleicht auch nicht? Mag ja ganz praktisch sein, aber ist das wirklich nötig? So eine Küchenrolle herzustellen kostet ja auch Ressourcen (schlimmstenfalls inklusive Holz, wenn man keine Recycling-Ware nimmt) und dann wird das alles auch noch in Plastik verpackt. Und warum kann man eigentlich den Eier- und sonstigen Schmier nicht mit einem normalen Tuch, sozusagen einem Lappen, wegwischen? Und diesen dann kurz (!) ausspülen? Oder bei schlimmem Schmier bei der nächsten sowieso gewaschenen Waschladung mit reinwerfen?

Also – nicht erschrecken – Schaffen! Wir! Heute! Unsere! Küchenrolle! Ab!

Ja, Du auch! Traut Euch, es tut gar nicht weh ;o) Braucht Eure vorhandenen Vorräte noch auf und dann weg mit dem Küchenrollenhalter.

Und dann? Eigentlich gar nichts. Ich persönlich allerdings finde es schon ganz praktisch wenn man Tücher für kleine Küchenmalheure zur Hand hat. Dafür nehme ich kleine Stofflappen, die ich aus alten (im Idealfall kaputten!) T-Shirts schneide, oder aus anderen Jersey-Textilien. Da Jersey nicht ausfranst hat man dann ohne weitere Arbeitsschritte langlebige Lappen in genau passender Größe. Die haben wir dann in einem Körbchen in der Küche stehen und so sind sie jederzeit greifbar. Toll, sag ich Euch!

HGE (Häufig Gehörte Einwände)

  1. Aber ich hatte doch schon immer eine Küchenrolle! Man hat doch einfach eine, die gehört in jede Küche! – Antwort: Man mag ja schon immer eine gehabt haben, und man mag auch irgendwie gelernt haben, dass man die haben muss. Muss man aber eigentlich gar nicht. Echt nicht! Geht auch ohne.
  2. Aber ich muss doch mal was wegwischen! – Antwort: Ja. Kannst Du ja auch. Nur musst Du den Lappen danach ja nicht wegschmeißen.
  3. Aber was, wenn es besonders eklig ist? – Antwort: Ist es wirklich so eklig? Manchmal denken wir das ja nur. Z.B. das rohe Ei, das wir zu schmierig finden, obwohl wir es uns doch eigentlich gerade zwecks Verzehr zubereiten wollten? Mit kleiner Überwindung geht das schon.
  4. Aber was, wenn es wirklich richtig, richtig, richtig eklig ist? – Antwort: Auch das gibt es ja leider mal. Wenn es wirklich viel zu eklig ist, um es hinterher aus dem Lappen zu spülen und diesen zur Schmutzwäsche zu legen (wir vertiefen das jetzt einfach mal nicht weiter), dann kann man immer noch Toilettenpapier für die Angelegenheit benutzen. Und sollte sogar das nicht reichen, weil der Ekel-Schmier dann auch noch zu groß oder zu flüssig oder so für Toilettenpapier ist, aus irgendwelchen nicht näher bezeichneten Gründen, dann kann man immer noch einen solchen Lappen nehmen und diesen dann mit entsorgen. Denn selbst dann hat er – da so ein Mega-Ekel-Event ja nicht so oft vorkommt – so viele Nutzungsdurchläufe hinter sich, dass es sich schon lange gelohnt hat!
  5. Aber ich kauf doch so gerne in der Drogerie! – Antwort: Du schaffst es, sich über diesen Konsumimpuls hinweg zu setzen! Du schaffst es! Komm, es ist nur ne Küchenrolle!
  6. Aber… aber….aber!!!! Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrggghhhhh, meine Küchenrolle!!! – Antwort: Es ist die Macht der Gewohnheit. Du kommst drüber weg. Echt!

So, und nun entlasse ich Euch in Euren Alltag, dem ihr mit der Umsetzung dieses Schrittes ein echtes Wohlgefühl verpassen könnt, weil das ein echt umweltfreundliches Verhalten ist!

Macht es gut und genießt den Herbst bis wir uns wieder hier treffen.

Liebe Grüße

Birte

Verlinkt zu Einfach nachhaltig besser leben – EiNaB

4 Kommentare zu „Weg mit Dir, Küchenrolle!

  1. Ich habe schon fast ein Jahr die Spüllappen aus „Stoffresten“, alte T-Shirts, Spannleintücher usw. selbst genäht.
    Inzwischen nutzen meine Jungs und mein Mann auch diese Lappen, um kleinere „Unfälle“ weg zu wischen. Dreck auswaschen und in die Wäsche damit. Eine Küchenrolle haben wir nicht mehr und vermissen sie auch nicht.

    Liebe Grüße Silvia G. aus FN

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Silvia, toll dass Du das auch so machst! Ich freu mich immer wenn ich merke dass solche Ideen immer verbreiteter sind. Zum Thema Spüllappen werde ich bei Gelegenheit auch noch was schreiben. Viel Spaß Dir beim weiteren Grün-Sein! 😃 Liebe Grüße! Birte

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