Haben wollen brauchen – 2019

Zaun mit Ranke

Liebe Verbündete!

Zu allererst einmal wünsche ich Euch ein wundervolles neues Jahr! 2019, wow! Auf dass Euch 2019 viel Gutes bringen möge, erfüllte Wünsche, Spaß und Erfolg, aber vor allem: Gesundheit und Zufriedenheit.

Und ebenfalls „wow“ ist die Tatsache, dass ich jetzt schon den dritten Jahreswechsel hintereinander einen Beitrag mit dem Titel „Haben wollen brauchen“ schreibe. Das ist so ein treffender Titel, den nehme ich dieses Jahr auch wieder.

Schon 2016/2017 und 2017/2018 ging es um das Hinterfragen eben dessen: Brauche ich was ich habe? Habe ich was ich brauche? Will ich was ich habe? Brauche ich was ich will? Ich wünsche Euch viel Freude beim Weiterkombinieren dieser drei bedeutsamen Worte….

Im Jahr 2018 hat sich dieses Thema in meinem Leben weiter breit gemacht. Angestoßen durch meine Gedanken und Recherchen zu nachhaltigem Verhalten, die mich zu dem Schluss führten dass der Nicht-Konsum im Vergleich zum „grünen“ Konsum immer noch besser ist, stieß ich auf das Thema „Minimalismus“. Ich las und hörte und sah immer mehr dazu, es gibt so tolle Texte, Podcasts, Filme! Gleichzeitig setzte ich mein schon in den Vorjahren leise angefangenes Aussortieren fort. Ich machte eine kleine Serie hier im Blog daraus, sie ist noch nicht zu Ende. Und zu guter Letzt packte mich und meinen lieben Mann die absolute Ausmist-Wut, so dass wir alle Listen und Reihenfolgen über den Haufen warfen und einfach nur noch ausmisten.

Und soll ich Euch was sagen? Es ist großartig! Sooooo großartig! Wir sind noch nicht durch, daher macht es schon noch Arbeit und kostet Zeit (und das obwohl wir bestimmt eher im Mittelfeld lagen mit unserer Kram-Menge), aber schon die Zwischenerfolge sind soooo wohltuend! Ich kann das nur empfehlen, auch wenn es nicht immer leicht ist.

Natürlich geht die Minimalismus-Serie hier im Blog weiter. Ich werde durch alle Kategorien gehen, von meinen Erfahrungen berichten und auch ich brauche diese aufgeschriebenen Lektionen, denn nach dem Ausmisten ist vor dem Ausmisten und ich will ja im Training bleiben um zukünftig nicht versehentlich wieder Dinge anzuhäufen. Und vielleicht habt Ihr ja weiterhin Lust, mitzumachen! Das würde mich soooooo freuen!

Und Ihr habt ja auch was davon: Man fühlt sich gut. Einfach gut. Wenn das nichts ist!

Mein kleines Fazit für das diesjährige Haben wollen brauchen: Es hat sich wieder mal bestätigt. Es geht sehr gut, ohne dauernd zu kaufenkaufenkaufen.

Brauch ich das? Wenn ja, wirklich? Wenn ja, wirklichwirklich? Wenn ja, kann ich nicht das alte noch benutzen? Wenn nein, wirklich nicht? Kaputt? Kann ich es nicht reparieren? Reparieren lassen? Nein? Brauch ich wirklich einen Ersatz? Wirklich? Ja? Muss das denn wirklich Neuware sein? Ja, klar? Warum? Gibt es dafür einen bestimmten Grund? Ist das echt so wichtig? Zweifelhaft? Vielleicht erstmal ein gebrauchtes Exemplar probieren? Neu kaufen kann man immer noch. Wenn es gar nicht anders geht. Wirklich gar nicht.

So werdet Ihr in der Lage sein, den Euch mit Werbung zuballernden Unternehmen dieser Welt immer öfter zu zeigen, dass Ihr ihren Kram nicht braucht. Und dass sie die Sachen, die sie meistens unter untragbarer Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt herstellen, behalten können.

Hach! Auf geht’s auch in 2019!

So, nun entsende ich Euch mal in Euren Januar und freue mich darauf, nicht wieder Monate vergehen zu lassen bevor es hier weitergeht. Viele Themen stehen schon in der Warteschlange!

Mit wichtigen Grüßen!

Birte

Diesen Beitrag verlinke ich wieder bei Einfach Nachhaltig Besser Leben – EiNaB.

12 Kommentare zu „Haben wollen brauchen – 2019

  1. Vielen Dank für deinen tollen Beitrag. Wir stehen noch ganz am Anfang unserer Ausmistaktion und ich kann mich nur anschließen. Es ist so ein großartiges und befreiendes Gefühl 😍😍😍

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  2. Super Beitrag, liebe Birte! Und deinen „Fragenkatalog“ (von „Brauch ich das?“ bis „Wirklich gar nicht“) habe ich mir kopiert und werde ich zu meinem Credo zu machen versuchen! Ich bin ja eigentlich schon so lange irgendwie „in Sachen Umweltschutz“ unterwegs… – seit den 1980ern mindestens – aber erstens hat sich trotzdem verdammt viel „Zeug“ angesammelt in alle den Jahrzehnten und zweitens kann ich noch sooo viel lernen oder wieder-lernen…
    Alles Liebe, die Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2019/01/schwarz-wei-licht-dunkel-kalt-hei.html

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  3. Liebe Traude, das ist ja toll, welche Ehre! Ich bin zuversichtlich dass sich der positive Effekt auch bei Dir selbst verstärkt, denn bei mir ist es auch so dass das Ausmisten, Weggeben, Loslassen einfacher wird und immer mehr Spaß macht, je mehr man es macht. Und genauso mit dem Kaufen – welche Zeit man sich auch spart für was schönes, wenn man sich nicht mit Produktrecherche für Ding X befassen muss! Und Geld natürlich auch! Ich find’s toll dass Du dabei bist!
    Liebe Grüße
    Birte

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  4. Liebe Birte,
    wir haben letztes Jahr ein Zimmer in unserem Haus renoviert. Und dieses Zimmer war, ohne dass es mir aufgefallen wäre, mit der Zeit regelrecht zugewachsen mit Krimskrams. Erst beim Ausräumen des Zimmers ist mir das aufgefallen, und wir haben jede Menge Sachen weggeworfen oder verschenkt. Und es stimmt, was Du geschrieben hast, ich fühlte mich regelrecht befreit, ja selbst jetzt noch, wenn ich in das neu gestaltete Zimmer komme.
    Man braucht wirklich nicht so viel, es ist eigentlich eine Belastung, viele Dinge zu haben. Seitdem frage ich mich auch immer öfters, ob ich dies oder jenes wirklich brauche und meistens lautet die Antwort: Nein.
    Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende.
    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  5. Lieber Wolfgang,
    danke für Deinen Kommentar! Ja, erst wenn man tatsächlich minimalisiert wird der Effekt so richtig deutlich, find ich auch. Und wie erholsam ist der Gedanke, gerade gar nichts neues zu brauchen!
    Vielleicht hat 2019 ha auch Befreiungen in anderen Zimmern im Gepäck 😉
    Auch ich wünsche ein wunderbares Wochenende!
    Liebe Grüße
    Birte

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  6. So ist es Birte, du hast völlig Recht: Je länger man sich mit der Materie befasst und z.B. alles Überflüssige aus seinem Leben verbannt (und damit meine ich nicht nur „Zeug“, sondern auch Beziehungen, die nur noch belasten, oder Verpflichtungen, die man sich aufs Auge drücken lässt!), umso mehr Zufriedenheit macht sich breit und man möchte gar nicht mehr aufhören! Selber bin ich ja schon Jahre dabei, alles zu reduzieren, meinen Konsum auf ein Minimum zu beschränken und mich so nachhaltig wie nur irgend möglich zu verhalten. Ich bin ganz ehrlich: Ich möchte es nicht mehr anders haben! Meine letzte Klamotte hab ich vor über einem Jahr gekauft, Dekosachen schon viel länger, und wenn ich mir irgendwas Neues kaufen will, dann wende ich einen ähnlichen Fragenkatalog an wie deinen, den du beschrieben hast. In den meisten Fällen ist das Resultat dann, dass ich das Teil NICHT kaufe! ;oD Wäre die Weltwirtschaft von meinem Kaufverhalten abhängig- sie wäre dem unabwendbaren Untergang geweiht, *ggg*!
    Immer wieder denke ich: So, das wars jetzt wohl- jetzt ist alles Überflüssige weg in unserer Wohnung! Ja denkste. Im Sommer, da hab ich am grossen Flohmarkt im Nachbarort seit Jahren einen Stand- und jedes Jahr hab ich WIEDER einen ganzen Tisch voller Dinge, die ich verkaufen kann. Und die dann auch gerne gekauft werden.
    So macht das echt viel Spass!
    Ich wünsch dir weiterhin viel Erfolg und freue mich auf mehr von dir auf deinem Blog!
    Herzliche Hummelzgrüsse!

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  7. Ui- ich hoffe, dass du mich jetzt nicht falsch verstanden hast! Es ist für mich KEIN Argument GEGEN Konsumkontrolle- und reduktion, dass die Wirtschaft daran Schaden nehmen könnte! Ich bin sogar der Meinung, dass GERADE die Wirtschaft umdenken und andere Wege finden muss! So, wie’s jetzt läuft, kann es keinesfalls weitergehen.
    Ich wollte nur ausdrücken, wie wenig ICH konsumiere! ;oD
    Und noch was: Die Menschen müssen wieder lernen, dass gute Arbeit und gute Produkte ihnen etwas wert sein müssen. Dass man wieder bereit ist, dafür Geld auszugeben. Und dass man, anstelle von möglichst viel billigem Plunder zu kaufen, lieber sein Geld wieder in etwas Wertiges und Beständiges investieren, notfalls auch darauf sparen sollte. Unsere Wegwerfgesellschaft ist einer der ganz gewichtigen Gründen, die unseren Planeten zerstören! Und ja: Niko Paech kenne ich und hab mir auch schon Filme auf Youtube von ihm angeschaut!
    Gute Nacht und liebe Grüsse!

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  8. Liebe Frau Hummel, danke für Deinen Kommentar und Deine Erfahrungen. Ja – die Wirtschaft… das ist ja durchaus ein Gegenargument gegen reduzierten Konsum, das man hört oder liest. Ist ja auch logisch, im heutigen System mag es stimmen dass verbreiteter Nicht- oder Wenig-Konsum der Wirtschaft zu schaffen machen würde. Denkbar sollte aber ja sein, dass mit sinkender bzw. sich verändernder Nachfrage (z.B. hin zu Reparatur- statt Herstellungsleistung) eine entsprechende Veränderung des Angebotes einhergehen würde. Sollte. Klar, das geht vielleicht nicht für Centbeträge in den Ländern des Südens, aber das ist ja auch gut so!
    Wen ich mir hierzu immer gerne anhöre – Prof. Niko Paech, zB über Youtube. Großartig und mit Antworten auf alle Fragen.
    Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir! Liebe Grüße Birte

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  9. Nein, nein, nein, liebe Frau Hummel! Ich habe Dich ganz und gar nicht falsch verstanden 🙂 Dein Scherz brachte mich auf ein ganz wichtiges Thema! Auch das muss adressiert werden. Bin völlig Deiner Meinung. Liebe Grüße! Birte

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  10. Liebe Birte,
    vor drei Jahren habe ich mich von meinem Mann getrennt (er hatte sich in eine andere Frau verliebt) und bin aus unserem 2004 neugebauten Haus ausgezogen. In mein neues Zuhause durften nur die Dinge, die mein Herz zum hüpfen und meine Seele zum klingen bringen einziehen. Heute verfüge ich über ein schmales Budget, wohne zusammen mit meinem 17jährigen Sohn in einer Mietwohnung, bei jedem Ding, dass wir anschaffen überlegen wir genau, ob wir es wirklich brauchen.
    viele Grüße Margot

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  11. Liebe Margot – super dass Du Dich im richtigen Moment gegen die überflüssigen Sachen entschieden hast….vielleicht hat es ja sogar ein bisschen geholfen in einer belastenden Lage?
    Ich wünsche Euch alles Gute weiterhin und freue mich Dich hier zu sehen! Liebe Grüße Birte

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