Wie ich beim Minimalisieren stecken blieb

Liebe Leserinnen und Leser,

seid Ihr noch da? Mann, da kam mir aber das Leben 1.0 dazwischen, wie man so schön sagt. Hier ging es rund, zum Glück nur der ganz normale Alltagswirbel gepaart mit einer Art Durchhänger, alles nicht wild aber genug um mich vom Schreiben abzuhalten. Ach, ein wunderwunderwunderbarer Urlaub mit Online-Diät war auch dabei. Das war schön!

Wie Ihr dem Titel entnehmen könnt, bin ich mittlerweile in eine Art Ausmist-Starre verfallen und nicht mehr recht weitergekommen. Wenngleich ich von meiner Minimalisier-Leit-Liste noch einige Kapitel durchgewirbelt habe, und nur noch nicht darüber geschrieben (kommt noch, versprochen!), bin ich anschließend irgendwie ins Stocken geraten (auch schon bevor es besonders wuselig wurde im Alltag). Und weil das nicht außergewöhnlich ist, denke ich es lohnt sich auch darüber mal zu schreiben.

Man bekommt vielleicht den Eindruck, dass vielen Minimalisierern (und Minimalisten) die sich im Netz tummeln oder irgendwie sonst zum Thema Besitzreduktion äußern, das Ganze immer leicht von der Hand geht. Ich glaube jedoch nicht dass das so ist – ich selbst habe es jedenfalls jetzt schon mal anders erlebt. So eine Art Minimalisier-Blockade sozusagen.

Plötzlich war der ganze Schwung weg, der ganze ehrliche Antrieb, weiter auszusortieren. Der Wille schon noch, aber mehr so weil ich es mir ja vorgenommen und auch so gut begonnen hatte und auch das Ergebnis mir immer noch wünschte. Nicht weil ich es wirklich fühlte. Es ging einfach nicht mehr weiter, ich hab es einfach nicht gemacht. Es schien nicht mehr wichtig genug zu sein.

Nun könnte ich hier natürlich einsteigen in noch eine Erläuterung irgendwelcher Tricks die ich irgendwo gelesen habe. Sicherlich gibt es wieder Zauberformeln, die man sich vorsprechen kann wenn man das ein oder andere Teil mal in die Hand nimmt und aus der sich dann „Behalten oder nicht“ ergibt. Ich jedenfalls hatte nicht mal mehr dazu den Impuls, mir solche Mittelchen herauszusuchen und auszuprobieren. Bis zur großen Starre hatte es ja auch ohne gut funktioniert…. Andererseits – solche Tipps können ja auch helfen… mal recherchieren….

Zwischenzeitlich kam dann – eigentlich praktisch, um das vermeintliche Problem nicht länger zu wälzen – der sehr trubelige Schuljahresabschluss-die-Sommerferien-nahen-und-vorher-braucht-es-noch-1000-Veranstaltungen-Alltag dazwischen und ich hatte eh keine Zeit mehr für nichts.

Das Minimalisieren ruhte also vor sich hin. Still ruht das Minimalisieren, sozusagen. Nur weiter allgemein gelesen habe ich zum Thema und meine Lieblings-Youtuber dazu verfolgt.

Und was war neulich? Ich saß auf dem Sofa und schaute auf unser verbliebenes sehr kleines Bücherregal. Und dachte:

„Die Hälfte kann weg.“

Zack, da war er wieder, der Schwung. Und mittlerweile habe ich schon wieder ein paar Wirbelungen (Sitzungen kann man beim Minimalisieren nicht so recht sagen, finde ich…) hinter mir.

Und was sagt uns das jetzt? Mir? Euch?

Ich denke, meine Lehre ist:

Immer mit der Ruhe, auch beim Minimalisieren. Es ist ein Weg, den man am besten gemächlich geht. Es sind große Veränderungen, auch wenn das eventuell albern klingt. Ich muss mich an sie gewöhnen. Und wenn der Schwung weg ist, hat das seinen Grund. Ich lass das Thema ruhen, aber präsent, dann kommt der Schwung wieder.

Also, ein Tipp ohne Tipp, sozusagen. Ich hoffe er kann dem einen oder der anderen von Euch mal helfen.

Ermutigte Grüße sendet Euch mit neuem Schwung

Eure Birte

 

Ich verlinke den Beitrag bei „EiNaB – Einfach nachhaltig besser leben„, da er sich mit Besitzreduktion und damit mit bewusstem Konsum befasst. Ein Umdenken in Richtung des bewussten Konsums ist aus meiner Sicht ein immens wichtiger Baustein für eine Wende hin zur nachhaltigen Lebensweise. Und das kann jeder Verbraucher gut umsetzen und es kostet nichts – im Gegenteil!

7 Kommentare zu „Wie ich beim Minimalisieren stecken blieb

  1. Minimalismus im Besitz denken, finde ich eine großartige Sache. Sich selbst mal auf das Nötigste zu reduzieren, schafft Freiraum in allen Lebenslagen. Schafft auch Platz für neue Gedanken. Ich habe mal ein Jahr völlig ohne Küche gelebt. Also nicht Küchentür verschlossen, nein gar keine Küche da gewesen. Ich habe sie nicht einmal vermisst. War wirklich einfach. Hätte ich so nicht vermutet.

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  2. Wow, ohne Küche, nicht schlecht! Würde auch nicht vermuten dass das so gut geht 😉
    Danke für’s Lesen und Deinen Beitrag, mit Minimalisieren geht es hier auch bald weiter. Liebe Grüße
    Birte

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  3. Liebe Birte, ich habe genau die gleichen Erfahrungen gemacht wie du und halte sie inzwischen auch für natürlich. Das Aussortieren kostet ja auch viel Kraft. Deshalb denke ich, läuft das auch einfach schrittweise ab. So war es bei mir auch. Ich merke das auch immer an der Energie, wenn ich Lust habe, jetzt mit einem Schrank, einer Ecke, einem Thema anzufangen. Dann lege ich auch los und selbst wenn es abends um 23.00 Uhr ist. Meist reicht die Aufräumenergie für ein paar Tage, dann flacht sie wieder ab. So bin ich Stück für Stück vorwärtsgegangen und inzwischen auch fertig. Das hat allerdings gedauert. Aber alles braucht einfach seine Zeit. Vielleicht ist das ja der Trick an der Sache. In einer Gesellschaft, die immer alles gleich und sofort haben will, sich die nötige Zeit zu geben, die es für so einen Veränderungsprozess braucht. Und dabei auch Geduld und Verständnis für sich selbst aufzubringen.
    Herzliche Grüße, Christiane

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  4. Liebe Christiane, genau! Das finde ich sehr passend und weise zusammengefasst! Wie ist es denn bei Dir mit neu hereinkommenden Dingen – sammeln sie sich an oder schaffst Du es doch immer, gleich zu schauen ob sie bleiben sollen oder nicht?
    Danke auf jeden Fall fürs Lesen!
    Liebe Grüße, Birte

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  5. Liebe Birte, gern geschehen und danke für dein positives Feedback 🙂 Lass mich mal überlegen: Bei neuen Sachen schaue ich meist, ob ich es gleich weg kann, ob es einen neuen Platz bekommen soll und was wofür ich mich davon trenne.
    Liebe Grüße, Christiane

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  6. Es ist ein guter Tipp, wenn etwas bleiben soll ihm gleich einen eigenen Platz zuzuweisen – und wenn das schwerfällt mal zu hinterfragen warum. Danke Dir und einen schönen Abend!

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